Weihnachten war Theaterzeit…

Der Männergesangverein Riedböhringen veranstaltete am zweiten Weihnachtstag ihr alljährliches Weihnachtstheater in der Mehrzweckhalle.

Einen tollen Erfolg hatte der Männergesangverein Riedböhringen mit seinem traditionellen Weihnachtstheater. Mit der Komödie „Oh Kohle mio“ wurde dem Publikum in der voll besetzten Halle beste Unterhaltung geboten. Der Männergesangverein eröffnete den Abend und stimmte mit dem Lied „Vicin o mare“ auf das Theaterstück ein.
Der Witwer Sebastian Pauli (Thomas Fricker) hat sich von einer Italienreise ein Souvenir mitgebracht, nämlich die schöne und temperamentvolle Maledetta (Sabrina Schreiber). Sie nimmt den Sebastian skrupellos aus, so dass dieser schon nach zwei Monaten pleite ist. Um den kostspieligen Lebenswandel zu finanzieren, bettelt er immer wieder bei seinem Sohn Hermann (Simon Fricker) um ein paar Euro. Auch der Opa Barnabas Pauli (Bernhard Baumann) erkennt die finanzielle Notlage seines Sohnes Sebastian und will Maledetta mit kleinen Streichen vertreiben. Als dann aber der Sparkassenberater Pankraz Siegel (Simon Andräß) androht, den Geldhahn für Sebastian zuzudrehen, zieht Opa Pauli alle Register. Mit seinem Enkel Hermann und dessen Bikerfreund Luggi (Jochen Fricker) schmiedet er Pläne. Opa Pauli geht unter die Rocker, schmeißt sich in Bikerkleidung und spielt seinem Sohn und Maledetta den frisch Verliebten vor. Er präsentiert ihnen die schrille Franzi (Jana Kemmerling), ebenfalls aus der Bikerszene, und kündigt eine Testamentsänderung an. Hinzu kommen die zwei alten Klingler-Schwestern Martha (Sandra Schellhammer) und Josefa (Sarah Greif), die Opa Pauli wieder zur Vernunft bringen wollen und dafür Kaplan Schäfle (Simon Andräß) als Verstärkung mitbringen. Opa Pauli schafft es mit Hilfe der Biker-Clique Maledetta zu überführen und Sebastian die Augen zu öffnen.
Bernhard Baumann – mit über 20-jähriger Bühnenerfahrung – glänzte in seiner Rolle als Opa Pauli und hatte im Theaterstück den größten Part. Gekonnt spielte Thomas Fricker den eher etwas ruhigeren und gutgläubigen Sebastian. Sabrina Schreiber brillierte in ihrer Rolle als temperamentvolle italienische Kampfhenne, nicht nur bei der Mimik, sondern auch mit dem italienischen Akzent. Simon Fricker überzeugte in der Rolle des Sohnes beziehungsweise Enkels Hermann. Jochen Fricker trat als selbstsicherer Luggi auf die Bühne, hatte immer einen Spruch auf Lager und sorgte so für abwechslungsreichen Wortwitz. Die extravagante Franzi wurde von Jana Kemmerling dargestellt, die dieses Jahr zum ersten Mal als Theaterspieler auf der Bühne stand. Sandra Schellhammer spielte die Rolle der altmodischen Martha überzeugend. Dabei wurde sie von Sarah Greif, die die schwerhörige Josefa spielte, sehr gut ergänzt. Auch für Sarah Greif war es eine Premiere auf der Theaterbühne. Simon Andräß kam im ersten Akt als „einheimisches Sparschwein“ Pankraz Siegel auf die Bühne. Im zweiten und dritten Akt glänzte er als Kaplan Schäfle.
Die Schätzfrage war in diesem Jahr die Neuheit und ersetzte somit die Tombola. Das Gesamtgewicht von verschiedenen Fleischwaren, die in der Halle aufgehängt waren, galt  es zu erraten. Am besten schätzte Uwe Weißhaar mit nur sechs Gramm Abweichung und gewann so den Schinken.

Schreibe einen Kommentar